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Weihnachtsm├Ąrkte Deutschland 2019 | Erfurter Weihnachtsmarkt

Weihnachtsm├Ąrkte in Erfurt, Hamburg, Berlin oder K├Âln finden

Weihnachtsm├Ąrkte erfreuen sich in vielen St├Ądten Deutschlands einer langen Tradition. Bereits im 14. Jahrhundert gab es vorweihnachtliche Jahrm├Ąrkte, auf denen Handwerker wie Korbflechter, Fassmacher, Zuckerb├Ącker oder Spielzeugmacher ihre Waren feilboten. Auch f├╝r das leibliche Wohl der Marktbesucher war von Beginn an gedacht. So gab es neben allerlei n├╝tzlichen Dingen und Spielzeug auch Leckereien wie ger├Âstete Kastanien, N├╝sse und Mandeln.

Als ├Ąltester Weihnachtsmarkt auf deutschem Boden gilt der Dresdner Striezelmarkt, der erstmals im Jahr 1434 Erw├Ąhnung fand. Mittlerweile macht ihm jedoch der Bautzener Wenzelsmarkt diesen Rang streitig, der 1384 als freier Fleischmarkt zum ersten Mal seine Pforten ├Âffnete. Nur neun Jahre j├╝nger ist der Frankfurter Weihnachtsmarkt, der allj├Ąhrlich auf dem R├Âmerberg und in den umliegenden Gassen stattfindet.

Die ersten neuzeitlichen Weihnachtsm├Ąrkte, darunter der weltweit bekannte N├╝rnberger Christkindlesmarkt, entstanden im 17. Jahrhundert. Erste offizielle Hinweise auf einen ÔÇ×Kindles-MarckÔÇť stammen aus dem Jahr 1628. Etwa 100 Jahre sp├Ąter z├Ąhlte die Stadt bereits 140 Marktbeschicker. Damit hatte der Markt schon damals ├Ąhnliche Ausma├če wie heute. Zu einem festen Bestandteil der Adventszeit wurden die Weihnachtsm├Ąrkte ab der ersten H├Ąlfte des 20. Jahrhunderts.

Diente der Besuch der vorweihnachtlichen M├Ąrkte und Messen in fr├╝heren Zeiten vor allem dazu, sich zu Beginn der kalten Jahreszeit mit Fleisch und winterlichem Bedarf zu versorgen, geh├Âren mittlerweile insbesondere Christbaumschmuck wie Glaskugeln, Lametta, Adventssterne oder kunsthandwerkliche Artikel wie Schwibb├Âgen, R├Ąucherfiguren und Krippen zum obligatorischen Programm der Weihnachtsm├Ąrkte.

Den Mittelpunkt heutiger Weihnachtsm├Ąrkte bildet meist ein gro├čer, festlich beleuchteter Weihnachtsbaum, in dessen Umfeld zahlreiche Verkaufsst├Ąnde zum Bummeln, Verweilen und Kaufen einladen. Weihnachtliche Backwaren wie Lebkuchen, Printen, Christstollen, Spekulatius und diverse S├╝├čigkeiten wie Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Schokoladenfiguren verbreiten einen unnachahmlichen und unverwechselbaren Duft. Gegen die winterliche K├Ąlte helfen Gl├╝hwein, Punsch und Feuerzangenbowle.

Fast jeder Weihnachtsmarkt hat au├čerdem ein kulturelles oder k├╝nstlerisches Rahmenprogramm zu bieten. Auf die j├╝ngsten Marktbesucher warten der Nikolaus mit seinen Helfern, das Christkind oder der Weihnachtsmann, die mit kleinen Geschenken die Kinderaugen zum Strahlen bringen. Zum Teil gibt es sogar lebende Krippen mit echten Ziegen, Schafen, Eseln und Hirten. Seltener finden sich Rentiere, Alpakas, Lamas oder Yaks. Fahrten mit der Pferdekutsche werden ebenfalls auf vielen M├Ąrkten angeboten.

W├Ąhrend kleinere Weihnachtsm├Ąrkte meist nur f├╝r wenige Tage oder an den Adventswochenenden ├Âffnen, locken gr├Â├čere oft schon ab Ende November etwa vier Wochen lang t├Ąglich zahlreiche G├Ąste an. Einige laden auch an den Feiertagen oder nach Weihnachten zu einem Spaziergang in besinnlicher Stimmung ein. Die M├Ąrkte unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer Dauer, sondern auch bez├╝glich ihrer Tradition und Ausrichtung. Ist bei manchen durchaus noch das altert├╝mliche Volksfestflair sp├╝rbar, geht es bei anderen zunehmend um Konsum und Verkauf.

Eine ganz besondere Atmosph├Ąre bieten mittelalterliche Weihnachtsm├Ąrkte wie der Schlachte-Zauber an der Bremer Weserpromenade, der Erfurter Mittelalter Weihnachtsmarkt oder das M├╝nchner Adventsspektakel, die ihre Besucher in vergangene Zeiten entf├╝hren. Traditionell gewandete Handwerksleute lassen l├Ąngst vergessene Handwerke und Fertigkeiten neu aufleben und pr├Ąsentieren ihre Waren an liebevoll gestalteten St├Ąnden. Gark├╝chen und Br├Ątereien locken mit duftendem Brot, knusprigen Braten und herzhafter Ritterkost. Mundschenke sorgen mit hei├čem Beerenwein, Honigbier und Met f├╝r beste Stimmung.

Wirklich einzigartige und interessante Weihnachtsm├Ąrkte sind oft au├čerhalb der Innenst├Ądte zu finden, beispielsweise auf Schl├Âssern oder Burgen, in Guts- oder Klosterh├Âfen und auch in Freilandmuseen. Zu den spannendsten Geheimtipps geh├Âren zum Beispiel der Grottenadvent, der seit knapp einem Vierteljahrhundert in den Feengrotten im th├╝ringischen Saalfeld stattfindet, oder der Weihnachtsmarkt der W├╝nsche auf der Leuchtenburg, einer der sch├Ânsten Burgen Th├╝ringens.