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Weihnachtsmärkte Deutschland 2017 | Erfurter Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte in Erfurt, Hamburg, Berlin oder Köln finden

Weihnachtsmärkte erfreuen sich in vielen Städten Deutschlands einer langen Tradition. Bereits im 14. Jahrhundert gab es vorweihnachtliche Jahrmärkte, auf denen Handwerker wie Korbflechter, Fassmacher, Zuckerbäcker oder Spielzeugmacher ihre Waren feilboten. Auch für das leibliche Wohl der Marktbesucher war von Beginn an gedacht. So gab es neben allerlei nützlichen Dingen und Spielzeug auch Leckereien wie geröstete Kastanien, Nüsse und Mandeln.

Als ältester Weihnachtsmarkt auf deutschem Boden gilt der Dresdner Striezelmarkt, der erstmals im Jahr 1434 Erwähnung fand. Mittlerweile macht ihm jedoch der Bautzener Wenzelsmarkt diesen Rang streitig, der 1384 als freier Fleischmarkt zum ersten Mal seine Pforten öffnete. Nur neun Jahre jünger ist der Frankfurter Weihnachtsmarkt, der alljährlich auf dem Römerberg und in den umliegenden Gassen stattfindet.

Die ersten neuzeitlichen Weihnachtsmärkte, darunter der weltweit bekannte Nürnberger Christkindlesmarkt, entstanden im 17. Jahrhundert. Erste offizielle Hinweise auf einen „Kindles-Marck“ stammen aus dem Jahr 1628. Etwa 100 Jahre später zählte die Stadt bereits 140 Marktbeschicker. Damit hatte der Markt schon damals ähnliche Ausmaße wie heute. Zu einem festen Bestandteil der Adventszeit wurden die Weihnachtsmärkte ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Diente der Besuch der vorweihnachtlichen Märkte und Messen in früheren Zeiten vor allem dazu, sich zu Beginn der kalten Jahreszeit mit Fleisch und winterlichem Bedarf zu versorgen, gehören mittlerweile insbesondere Christbaumschmuck wie Glaskugeln, Lametta, Adventssterne oder kunsthandwerkliche Artikel wie Schwibbögen, Räucherfiguren und Krippen zum obligatorischen Programm der Weihnachtsmärkte.

Den Mittelpunkt heutiger Weihnachtsmärkte bildet meist ein großer, festlich beleuchteter Weihnachtsbaum, in dessen Umfeld zahlreiche Verkaufsstände zum Bummeln, Verweilen und Kaufen einladen. Weihnachtliche Backwaren wie Lebkuchen, Printen, Christstollen, Spekulatius und diverse Süßigkeiten wie Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Schokoladenfiguren verbreiten einen unnachahmlichen und unverwechselbaren Duft. Gegen die winterliche Kälte helfen Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle.

Fast jeder Weihnachtsmarkt hat außerdem ein kulturelles oder künstlerisches Rahmenprogramm zu bieten. Auf die jüngsten Marktbesucher warten der Nikolaus mit seinen Helfern, das Christkind oder der Weihnachtsmann, die mit kleinen Geschenken die Kinderaugen zum Strahlen bringen. Zum Teil gibt es sogar lebende Krippen mit echten Ziegen, Schafen, Eseln und Hirten. Seltener finden sich Rentiere, Alpakas, Lamas oder Yaks. Fahrten mit der Pferdekutsche werden ebenfalls auf vielen Märkten angeboten.

Während kleinere Weihnachtsmärkte meist nur für wenige Tage oder an den Adventswochenenden öffnen, locken größere oft schon ab Ende November etwa vier Wochen lang täglich zahlreiche Gäste an. Einige laden auch an den Feiertagen oder nach Weihnachten zu einem Spaziergang in besinnlicher Stimmung ein. Die Märkte unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer Dauer, sondern auch bezüglich ihrer Tradition und Ausrichtung. Ist bei manchen durchaus noch das altertümliche Volksfestflair spürbar, geht es bei anderen zunehmend um Konsum und Verkauf.

Eine ganz besondere Atmosphäre bieten mittelalterliche Weihnachtsmärkte wie der Schlachte-Zauber an der Bremer Weserpromenade, der Erfurter Mittelalter Weihnachtsmarkt oder das Münchner Adventsspektakel, die ihre Besucher in vergangene Zeiten entführen. Traditionell gewandete Handwerksleute lassen längst vergessene Handwerke und Fertigkeiten neu aufleben und präsentieren ihre Waren an liebevoll gestalteten Ständen. Garküchen und Brätereien locken mit duftendem Brot, knusprigen Braten und herzhafter Ritterkost. Mundschenke sorgen mit heißem Beerenwein, Honigbier und Met für beste Stimmung.

Wirklich einzigartige und interessante Weihnachtsmärkte sind oft außerhalb der Innenstädte zu finden, beispielsweise auf Schlössern oder Burgen, in Guts- oder Klosterhöfen und auch in Freilandmuseen. Zu den spannendsten Geheimtipps gehören zum Beispiel der Grottenadvent, der seit knapp einem Vierteljahrhundert in den Feengrotten im thüringischen Saalfeld stattfindet, oder der Weihnachtsmarkt der Wünsche auf der Leuchtenburg, einer der schönsten Burgen Thüringens.